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liebe den Frieden und strebe nach Eintracht Die Schüler der vorigen waren Hillel und Schammai. Und Hillel sagte: Sei wie die Jünger Aarons und liebe den Frieden und strebe nach Eintracht, liebe die Menschen und führe sie zum Gesetz.
Wer ist weise Zomas Sohn sagte: Wer ist weise? Der von allen Menschen lernt, denn es steht geschrieben: Ich bin gelehrter als alle meine Lehrer. [Ps. 119,99] - Wer ist ein Held? Der seine Leidenschaften überwindet, denn es steht geschrieben:
Drei Eigenschaften Drei Eigenschaften sind es, die einen Menschen zum Schüler unseres Vaters Abraham machen, und drei andere machen ihn zum Schüler des gottlosen Bileam*.
Wer von seinem Nächsten Wer von seinem Nächsten auch nur ein Kapitel oder einen Lehrsatz oder einen Schriftvers oder selbst nur einen Buchstaben lernt, muss ihm Ehre erweisen, denn so tat Israels König David, da er von Ahithophel nur zwei Dinge gelernt hatte, und machte ihn zu seinem Rat, Freund und Verwandten,
Weisheit und Taten Ferner sagte er: Womit ist der zu vergleichen, dessen Weisheit größer ist als seine Taten? Mit einem Baum, der viele Zweige aber wenig Wurzeln hat. Der Wind bläst und entwurzelt ihn und wirft ihn um, denn es steht geschrieben:

Judentum - Schir ha-Schirim - Hohelied Salomo - das lied der lieder - שיר השירים

„Rabbi Akiba sagte: Die ganze Welt wiegt nicht auf den Tag, an welchem das Hohelied gegeben worden ist. Warum? Weil alle Schriften heilig sind, das Hohelied aber ein Allerheiligstes.“
Midrasch Schir ha-Schirim Rabba

„Die herrlichste Sammlung Liebeslieder, die Gott erschaffen hat.“
und
"Das Zarteste und Unnachahmlichste, was uns von Ausdruck leidenschaftlicher, anmutiger Liebe zugekommen"
Johann Wolfgang von Goethe
 
Die Bezeichnung „Hohelied“ geht auf Martin Luther zurück. Der hebräische Name Shir ha Shirim bedeutet wörtlich „Lied der Lieder“. Dem entspricht auch der Titel in der griechischen Septuaginta Ἄσμα Ἀσμάτων (ásma asmáton) und in der lateinischen Vulgata Canticum Canticorum.
 

Ob man das Hohelied eher als einheitliche Komposition oder eher als Liedersammlung ansehen soll, ist umstritten. Jedenfalls treten wechselweise ein Mann, eine Frau und eine Art Chor als Sprecher auf. Der Mann wird mit Salomon identifiziert (die Zuschreibung im Gedicht ist unklar; dort wo der Name „Salomon“ fällt, muss dies nicht der männliche Sprecher sein), der Name der Frau ist Sulamith.

Seit dem Mittelalter wird das Hohelied in acht Kapitel unterteilt.

Diese Interpretation wurde innerhalb des Judentums besonders entschieden von Rabbi Akiba im 2. Jahrhundert betrieben. Er interpretierte das Lied als eine Darstellung der Beziehung zwischen Gott und dem Volk Israel. Folglich verurteilte er entschieden eine weltliche, erotische Auslegung und einen entsprechenden gesanglichen Vortrag des Liedes. Diese Interpretation Akibas war über Jahrhunderte hinweg dominant.[1] In ähnlicher Weise deuteten ihn auch der Targum zum Hohelied zwischen 700 und 900 nach Christus, sowie spätere mittelalterliche Rabbiner wie Saadia Gaon, Schlomo ben Jizchak, und Abraham ben Meir ibn Esra.

 

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